Kölner Immobilienzirkel
„Hier dazu zu gehören, bringt mir eine Menge.“
(Herbert Blatzheim, Geschäftsführer der IVV Immobiliengruppe)
Der 21. Kölner Immobilienzirkel war ein voller Erfolg. 90 Damen und Herren aus der Immobilienbranche, Architekten und Bauunternehmer waren der Einladung der Kanzlei Jennißen Harren gefolgt, um über den Immobilienmarkt 2011 zu diskutieren. Das vierteljährliche Treffen der Branche hat sich zu einem wichtigen Datum im Terminkalender entwickelt.
Auch diesmal war das Podium prominent besetzt.
Volker Dupré, Geschäftsführer der Greif&Contzen Immobilienmakler GmbH wollte sich den seiner Meinung nach allzu positiven Meldungen über den Konjunkturaufschwung in Deutschland nicht anschließen. Er sieht durch die unsicheren Entwicklungen in Irland und Spanien noch schwierige Zeiten auf die Branche zukommen. Die Verkaufszahlen hätten sich gegenüber dem vergangenen Jahr zwar stabilisiert, aber sie würden nicht zur Euphorie Anlass geben.
Michael Westerhove, Geschäftsführer der Corpus Sireo Projektentwicklung Wohnen GmbH beschrieb die Situation positiver. Er erkennt eine Stabilisierung der Branche, bedauert zwar, dass es noch viel Angst und Unsicherheit auf Seiten der Käufer gebe, und dass diese Angst ein schlechter Kaufentscheider sei. Aber er sieht, dass die Verkaufszahlen besonders bei Grundstücken sich wieder sehen lassen können. Westerhove glaubt, dass es im nächsten Jahr wieder mehr Freude am Konsum geben wird. Das sei ein Trend, der einfach auch fundamental zum Menschen dazu gehöre.
Einen Appell an die Politik, an Stadtverwaltungen und Baudezernenten richtete Anton Bausinger, geschäftsführender Gesellschafter der Friedrich Wassermann Bauunternehmung GmbH. „Man muss die Bauvorhaben im Vorfeld besser abstimmen und klarer vorbereiten, damit es nicht zur schlechten Stimmung und Unsicherheit gegenüber der Branche in der Bevölkerung kommt.“ Er bedauerte die Preisentwicklung bei Baumaterialien, die auch auf eine Monopolstellung zurückzuführen seien. Dadurch würden Baupreise stark ansteigen.
In der anschließenden Diskussion wurden noch weitere interessante Faktoren genannte, die großen Einfluss auf die Entwicklung der Immobilienbranche nehmen werden. RA Busch von der Kanzlei Jennißen Harren nannte da den wichtigen demographischen Faktor. Für wen wird gebaut? Wer kauft Wohnungen? Westerhoven: „Die meisten Wohnungen werden von Doppelverdienern erworben. Nur noch 8% des Verkaufs geht an Menschen mit Kindern“.
Die Teilnehmer am 21. Kölner Immobilienzirkel waren sich darin einig, dass neben den Fachvorträgen für sie der Austausch und das Gespräch mit Kollegen am wichtigsten seien. Kaspar Kraemer, der bekannte Kölner Architekt, meinte: „Hier kann man voneinander lernen! Für einen selbst bedeutet das eine Verankerung in der Realität!“ Ein großes Kompliment für die Kanzlei Jennißen Harren, die diese von Kaspar Kraemer als Partneraustausch gelobte Veranstaltung initiiert hat.


